Erdäpflgrobn – Kartoffelernte im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen
Am Sonntag dreht sich im Freilandmuseum alles um die Kartoffel. Das berühmte „Erdäpflgrobn“, wie die Kartoffelernte im Oberpfälzer Dialekt genannt wird, ist eine abwechslungsreiche Angelegenheit. Im Mittelpunkt stehen die Feldarbeit, die Ernte und die Verarbeitung.
Die Kartoffel war für die Bewohner der Oberpfalz nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern Hauptnahrungsmittel. Viele leckere Kartoffelgerichte gehören zur Oberpfälzer Küche. Museumsmitarbeiter zeigen wie früher die Kartoffeln mit dem Pferdegespann geerntet wurden. Für viele Kinder auf dem Land war die Hilfe beim Erdäpfelklauben noch vor 60 Jahren ein fester Bestandteil des Herbstes. Dafür gab es eigens Schulferien.
Nach altem Museumsbrauch dürfen Kinder als Lohn für ihre Arbeit – wie früher – selbstgeklaubte Kartoffeln mit nachhause nehmen. Dafür sind heuer erstmals wiederverwendbare Baumwollsäckchen im Einsatz. Sie können für einen Euro an der Museumskasse gekauft werden und dürfen dann bis obenhin gefüllt werden. Damit genug für alle da ist, wird gebeten, jedes Kind nur ein Säckchen füllen zu lassen. Die Verwendung von selbst mitgebrachten Säcken oder Behältern ist nicht gestattet!
Unsere Sorte ist heuer wieder „Goldmarie“, eine goldgelbe, spätreifende und festkochende Kartoffel. In der Küche des Kolbeckhof können ab 14 Uhr weitere alte Kartoffelsorten gekostet werden.
Sonderführung:
„Kartoffel – Erdäpfl ham ma gestern, g’habt Erdäpfl ham ma heit“. Um 14:00 Uhr beginnt eine Sonderführung zum Thema Kartoffel. Irene Ehemann wird den Besuchern viel Wissenswertes über die Kartoffel näherbringen. Diese Führung ist kostenlos, lediglich der Museumseintritt ist zu bezahlen.





