„Spinnen und Spinnrad“ – Treffen im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen

“Spinnen und Spinnrad” heißt das Programm am Sonntag, den 25. März, im Oberpfälzer Freilandmuseum. Unter Leitung der erfahrenen Spinnerin Irmgard Reindl treffen sich im Museum Fachleute und Hobbyspinner. Die Handspinngilde stellt sich vor, ein Wollmeister zeigt alles, was man zum Spinnen braucht und ein Drechsler stellt Spulen zum Spinnen her. Es wird demonstriert, wie besonders gute Spinnräder funktionieren, und Kinder können den Umgang mit der Handspindel ausprobieren.
Die erste Wolle, die vom Menschen verarbeitet wurde, war sicher in ihrer natürlichen Färbung, aber im Laufe der Jahrtausende wurde auch bunte Wolle gewünscht. Eine erfahrene Färberin zeigt, wie diese gefärbt wird. Man hat aber nicht nur Wolle zu einem Faden gesponnen, sondern auch Flachs. Flachs wird im Freilandmuseum angebaut und fachgerecht verarbeitet, um als Leinen Verwendungzu finden. Beim Kolbeckhof sind die einzelnen Arbeitsschritte der Flachs- und Wollverarbeitung zu besichtigen.
Im Bauernmuseum in Perschen werden am Nachmittag die „Oberpfälzer Strickliesln“ ihre Strickkünste vorführen. Erstmals wird am Spinntreffen auch die Wolle der Alpakas vorgestellt mit vielen Informationen über die Zucht und Haltung dieser Tiere. Alpakas gehören zur Familie der Kamele und sind ursprünglich in den südamerikanischen Anden zu Hause.
Die Frauen des Obst- und Gartenbauvereins Neusath zeigen ab 13 Uhr, wie man aus immergrünen Zweigen und früh blühenden Weiden Palmbüscheln, Palmkreuze und österliche Gestecke herstellen kann. Es ist ein alter österlicher Brauch die Palmbüschel am Palmsonntag in der Kirche weihen zu lassen und dann im Herrgottswinkel als Segenspender aufzubewahren. Natürlich können diese schönen Basteleien auch erworben werden.
Wie an jedem Sonntag wird beim Schallerhof das gute Museumsbrot wieder gebacken.
