Květa Monhartová – Bilder und Miroslava Nová – Steine
Die Ausstellung verbindet das Schaffen zweier bedeutender Persönlichkeiten der Pilsener Kunstszene. Die expressive Bildsprache der Malerin Květa Monhartová (1938) trifft in der formalen Übertreibung und farbigen Dynamik ihrer Bilder auf den künstlerischen Dialog der konzentrierten bildhauerischen Ausdrucksweise von Miroslava Nová (1935).
Miroslava Nová (1935), eine bedeutende Bildhauerin und Medaillenkünstlerin aus Pilsen, feierte in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag. Ihre Jubiläumsausstellung präsentiert den Höhepunkt ihres Schaffens – Marmorarbeiten, die sie seit den 1980er Jahren „Steine” nennt. Nová ist Mitglied der Vereinigung der Medaillenkünstler und der internationalen Gemeinschaft FIDEM und widmete sich viele Jahre lang auch der pädagogischen Tätigkeit. Ihre Arbeit mit Marmor aus Slivenec, Mořina oder Nehodiv zeichnet sich durch einen Dialog mit dem Stein aus, durch Respekt vor seiner geologischen Geschichte und durch die Fähigkeit, die in seiner Struktur und Farbigkeit verborgenen ästhetischen Kräfte sensibel zum Ausdruck zu bringen. Sie schafft abstrakte Einzelstücke und Gruppen, die sich durch Stabilität, Monumentalität und künstlerische Sensibilität auszeichnen.
Květa Monhartová (1943) widmet sich seit Ende der 1950er Jahre der figürlichen Malerei und Porträtmalerei. Nach realistischen Anfängen gewann ihr Schaffen allmählich einen eigenständigen Ausdruck und trotz der Schwierigkeiten der Normalisierungsjahre wurde sie nach 1989 zu einer bedeutenden Persönlichkeit der tschechischen Kunstszene. Sie ist Präsidentin der Gruppe P 89, Mitglied der Union der bildenden Künstler in Pilsen und Stammkünstlerin der Galerie der Stadt Pilsen. Die Öffentlichkeit kennt sie als Malerin, Zeichnerin, Porträtistin und Dichterin. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch psychologische Tiefe, Mut zur Übertreibung und Interesse an menschlichen Geschichten aus. Ihre letzten, vom Theater inspirierten Zyklen (Theatrum mundi) basieren auf Polyptychons mit der Symbolik der Szene und der Bühne, wodurch die Autorin Porträt, Drama und das Bild der menschlichen Komödie miteinander verbindet. Ihr Werk stellt einen eigenwilligen und markanten Beitrag zur zeitgenössischen tschechischen figurativen Malerei dar.

