In Gaeta ist alles Gold was glänzt
Nach einigen Jahren der intensiven Auseinandersetzung mit der Keramik zeigt Ernst Zahnweh in seiner diesjährigen Ausstellung in der Produzentengalerie Passau – zurückkehrend zu den Ursprüngen seiner Auseinandersetzung mit der Kunst – Malerei auf Leinwand.
Farbenfrohe, großformatige Bilder, wie man sie von Zahnweh schon lange nicht mehr gesehen hat. Beweggründe dafür? Schwer zu sagen, wie der Künstler selbst überlegt. Einen entscheidenden Ausschlag aber hat wohl die Auseinandersetzung mit den Arbeiten des großen Cy Twombly gegeben, über dessen beeindruckende Bilder Hans-Joachim Müller sagt:
„Man steht vor ihnen wie vor einer Wand, hinter der nichts mehr sein kann. Und der Blick versinkt in den milchstraßenartigen Farbwolken und Linienfluchten, die wie Leuchtspuren schlingernder Meteoriten durch den Bildraum stieben, und man kommt sich vor wie das Mönchlein am Meer, über das Caspar David Friedrich aus Himmel und Abend eine große Kathedrale getürmt hat. Und keiner, der in solchen Augenblicken hätte wissen wollen, was das alles zu bedeuten habe.“
Selten einmal ist Malerei so sehr reine, sich selbst genügende Poesie gewesen.

