Von der Wolle zum Filz – Schafschur im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen

Mit dem großen Jahresmotto des Museums „Tracht im Blick – die Oberpfalz packt aus“, lag es nahe, dass sich das Museum dem Thema „Von Wolle und Flachs zur Festtagstracht“ widmet. Kleidung war ein wertvolles Gut, das es zu erhalten galt. Wird in die große Sonderausstellung „Dirndl, Gwand und Heimatkleid“ gespickt, so sind viele Flickstücke erkennbar, die den Wert der Kleidung zeigen.
Die traditionelle Schafschur erfordert viel Geschick und Zeit. So dauert es je nachdem ob per Hand oder mit einem elektrischen Schergerät gearbeitet wird, zwischen einer halben und einer Stunde bis ein Schaf von seiner winterlichen Wolle befreit ist. Mit einem elektrischen Schergerät geht es natürlich schneller. Beide Techniken werden bei der Schafschur im Bezirksmuseum vorgeführt.
Von der Schafschur geht es zur Woll- und Filzverarbeitung, also einer nachhaltigen Produktion der Textilien. Museumsmitarbeiterinnen zeigen, wie die geschorene Schafwolle für die weitere Verarbeitung behandelt wird. Die Wolle wird gewaschen, kardiert, gesponnen, verstrickt und gefilzt.
