Die Luxemburger Kaiser Karl IV. und seine Söhne
Die Luxemburger – Kaiser Karl IV. und seine Söhne Wenzel IV. und Sigismund – und ihre Bedeutung für das Deutsche Reich stehen im Mittelpunkt eines Vortrags des Historikers Helmut R. Scheuck. Seine Betrachtung skizziert die gänzlich unterschiedlichen Charaktere als römisch-deutscher König.
Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms der Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung Karl IV. 2016 / 2017 in Prag und Nürnberg.
Kaiser Karl IV. aus dem Hause Luxemburg war einer, wenn nicht der bedeutendste Herrscher im Mittelalter. Ludwig der Bayer und er waren zu immer größeren Rivalen geworden. War der Wittelsbacher ein Mann des Schwertes, so setzte Karl IV. auf Diplomatie. Als Ludwig der Bayer im Jahre 1347 auf der Jagd einen Schlaganfall erlitt und starb, folgte ihm Karl auf dem Thron. War er bis dahin Gegenkönig, so wurde er nun von allen Kurfürsten zum römisch-deutschen König gewählt. In diesem Vortrag werden zwei seiner Söhne und deren unterschiedliche Charaktere betrachtet. Karl selbst kam in engeren Kontakt zur Oberpfalz durch eine Erbschaft seiner Frau, so dass die Oberpfalz, als Neuböhmen benannt, für Karl von Vorteil war. Auch Wenzel, Karls ältester Sohn, musste sich mit der Oberpfalz auseinandersetzen. Galt er doch als fauler König und wurde auf Betreiben des gebürtigen Ambergers Ruprecht, Pfalzgraf bei Rhein, abgesetzt.

