Spinntreffen im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen
Das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen lädt zu einem Spinntreffen ein. Fachkundige zeigen in den verschiedenen Häusern ihr Können und geben gerne Auskunft.
Weber und Schneider sind deutsche Familiennamen, die häufig vorkommen. Aber gibt es auch Spinner? Wohl weniger, denn diese Arbeit wurde von den Frauen daheim bewältigt, die die Wolle der eigenen Schafe am Abend, oft in gemütlicher Runde, spannen. Das kann man in den Häusern des Oberpfälzer Freilandmuseums Neusath-Perschen erkennen und das Thema ist auch in einer neuen Textilausstellung im Kolbeckhof zu sehen.
“Spinnen und Spinnrad” heißt ergänzend dazu das Programm. Unter Leitung der erfahrenen Spinnerin Irmgard Reindl treffen sich im Museum Fachleute und Hobbyspinner. Die Handspinngilde stellt sich vor, der Wollmeister Gerhard Eischer zeigt alles, was man zum Spinnen braucht und Franz Knerr zeigt, wie Spulen zum Spinnen gedrechselt werden. Franziska Wanninger erzählt von ihren Spinnerfahrungen, Paul Syrnicki, Modedesigner, zeigt, dass die Spinnerei kein altmodisches Handwerk ist, sondern eine kreative Arbeit und Monika Merl erzählt am Spinnrad Geschichten und Sprichwörter rund um die Spinnerei. Wie besonders gute Spinnräder funktionieren demonstriert Petra Meier und Bettina Schießl zeigt Kindern, wie man mit Handspindeln umgeht.
Im Laufe der Jahrtausende wurden aber auch bunte Wollen gewünscht und Ingrid Messerer und Annemarie Knoll zeigen wie Wolle gefärbt wird. Man hat aber nicht nur Wolle gesponnen, sondern auch Flachs zu einem Faden. Der Flachs wird im Museum angebaut und dort auch fachgerecht verarbeitet. Franziska Forster, Mitarbeiterin des Museums, zeigt das Spinnen dieser Faser.


