Greifvogeltag und Solartag im Oberpfälzer Freilandmuseum, D-Nabburg
Selten kann man die großen Greifvögel, die wir am Himmel beobachten können, so nah betrachten, wie am Sonntag, den 14. Juni 2009, ab 13.00 Uhr im Oberpfälzer Freilandmuseum.
Seit Jahren schon arbeitet das Museum mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) zusammen und daher war auch Karl Büchl, der Leiter der Vogelstation Regenstauf, schon oft im Museum und hat über die Eigenschaften der Vögel und seine Arbeit mit ihnen berichtet. Karl Büchl hat nämlich zwei Leidenschaften. Zum einen, verletzten Vögeln zu helfen und zum anderen, die Menschen über den notwendigen Lebensraum und die Lebensbedingungen der Tiere aufzuklären.
Viel Wissenswertes und Spannendes wird Ihnen Karl Büchl über die mäusejagenden Greifvögel zwischen 13.00 Uhr und 14.30 Uhr im Denkenbauernhof erzählen. Mit dabei sind aktuelle Pflegegäste der Vogelstation, Mäusebussard und Turmfalke. Mit Hilfe dieser gefiederten Freunde können hautnah Einblicke in Ökologie, Gefährdung und Schutz dieser faszinierenden Vögel vermittelt werden.
Um 14.00 Uhr wird Frau Maria Kiener eine Führung über Wildkräuter im Museum halten. Durch das Kulturlandschaftskonzept und die traditionelle Landwirtschaft, in der weder mit künstlichem Dünger noch mit Pflanzenschutzmitteln gearbeitet wird, ist die Artenvielfalt im Museum enorm hoch. Die Wildkräuter spielten auch in der bäuerlichen Küche und der medizinischen Versorgung eine wichtige Rolle, die heute gerne wieder aufgenommen wird.
Außerdem wird um 14.00 Uhr in der Scheune Laichstätt, der mechanische Heimatberg gezeigt, welcher nach dem Krieg in Schnufenhofen von Gustav Meinl hergestellt wurde. Die Restauratoren des Museums haben den Schauwagen in mühsamer Arbeit wieder zu neuem Leben erweckt. Der Heimatberg ist eine Panoramalandschaft, die in einer Art Bauwagen von siebeneinhalb Meter Länge konstruiert worden ist und mechanisch belebt wird.
Jeden zweiten Sonntag im Monat wird der “Mechanische Heimatberg” ab 14.00 Uhr vorgeführt.
Dass die Sonnenenergie eine unerschöpfliche und unersetzliche Energiequelle ist, wussten schon unsere Vorfahren. Sie nutzten die Kräfte der Sonne für Ihre Behausungen und für die Landwirtschaft, indem sie beispielsweise die Anordnung von Wohnraum und Stall danach ausrichteten. Deshalb findet an diesem Sonntag im Museum ein Programm zu diesem Thema statt.
Heute kann man diese Energie durch Photovoltaik- und Thermosolaranlagen umwandeln und speichern, so dass immer mehr auf diese Energiequelle zurückgegriffen wird. Da die Verbrennung von fossilen Brennstoffen die Umwelt mit großen Mengen an Schadstoff belastet, ist die Sonnenenergie ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz.
Was die Sonne so alles kann, wird im Naabtaldorf gezeigt. Sie wird bei schönem Wetter Würstchen grillen und Kartoffelsuppe kochen. Der Besucher kann auch den komplizierten Vorgang der Photosynthese anhand von Experimenten nachvollziehen und verstehen. Rapsöl wird gepresst und darf probiert werden. Dieser nachwachsende Rohstoff bringt Autos zum Fahren und findet auch in der Küche Verwendung. Herr Sollfrank aus Moosbach bringt ein Elektroauto und einen selbstfahrenden Rasenmäher mit. Die Firma Gietl aus Nabburg zeigt Heizmöglichkeiten mit nachwachsenden Rohstoffen und Herr Ertl von der Firma Soleg zeigt Solarmodelle. Andreas Bodensteiner, wird verschiedene Holzbrennstoffe, Stroh und Pellets miteinander vergleichen und eine geheimnisvolle neue Energiepflanze, den “Miscanthus”, vorstellen, die versuchsweise im Landkreis Neustadt/Waldnaab angebaut wird.
Unter dem Titel “Mehr Sonne ins Haus” werden der Bauhofleiter des Museums Konrad Uschold und Rudolf Sommer um 14.00 Uhr eine Führung zur Nutzung der Solarenergie im Museum machen.
Auch das Museumsbrot wird, wie immer, am Sonntag gebacken.
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