Bullenbeißer, Schoßhündchen und Co: Hunde in der Stadt Straubing
Referentin: Dr. Dorit-Maria Krenn, Archivdirektorin i.R., Straubing
Der Hund, der berühmte „treue Freund“, begleitet den Menschen bereits seit vorgeschichtlicher Zeit. Spuren von Hundeleben finden sich demnach auch in Straubing, sei es in keltischen Gräbern, auf mittelalterlichen Grabdenkmälern, in barocken Kirchengemälden, vor allem aber in den Akten des 19. und ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bürgermeister und Rat waren verantwortlich für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit. Sie hatten z.B. die Gefahr der Tollwut einzudämmen, die Hundesteuer einzunehmen oder Hundebissen nachzugehen. Der Vortrag vermittelt ein vielseitiges, lebendiges Bild der „Hunde in der Stadt“, das gleichzeitig einen etwas anderen Einblick in die Stadtgeschichte ermöglicht: in Sozial-, Wirtschafts- und Medizingeschichte, in Rechts- und Verwaltungsgeschichte – und auch in die Geschichte der Haustierhaltung und Mensch-Tier-Beziehung. Denn auch in Straubing ist der Wandel vom nützlichen Gebrauchshund zum geliebten Familienhund feststellbar.

