Neuklassizismus zwischen Technik und Schönheit: Pietro Nobile in Tschechien
Es handelt sich um die erste Ausstellung, die sich diesem Architekten, Direktor der Schule der Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien widmet.
Es ist nicht einfach den Architekten Pietro Nobile, eine bedeutende Persönlichkeit des europäischen Neuklassizismus, eindeutig einzuordnen. Der Gebürtige aus dem italienischsprachigen Schweizerkanton Ticino, der sich am Wiener Hof mit Aufträgen für den Kanzler Metternich durchsetzte, gehörte zu den Nachfolgern der berühmten Generation der Architekten Ledoux und Boullé, deren Ideen er in den Jahren 1800–1806 an der Akademie St. Luca in Rom weiterentwickelte.
Im Namen der Ausstellung wird auf Nobiles Reform der Schule der Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien in den Jahren 1818–1828 hingewiesen. Die Reform stärkte die Stellung der Akademie gegenüber der Polytechnik, deren Schüler den akademischen Unterricht absolvieren mussten.
Die Ausstellung besteht aus mehreren Themenbereichen: Nobile und die französische sogenannte Revolutionsarchitektur, die neuklassizistische Doktrin und ihre Umsetzung, Neugotik und Frühhistorismus (Altstädter Rathaus in Prag, Gewächshaus in Hietzing, Dom in Gran) und Nobiles Konkurrenten und Schüler.

