31. Wurzer Sommerkonzerte – Sedláček Quartett und Lukáš Pavlíček, Oboe
Wenn Oboe und Streicher zusammentreffen, entsteht eine exklusive Komposition der Klangfarben. Oboenquartette waren der Hit zu Zeiten der Wiener Klassik: Über 200 entstanden damals. Das absolute Highlight wurde von Wolfgang Amadeus Mozart komponiert und ist sein einziges für dieses Genre.
Das Prager Sedláček Quartett mit dem Oboisten Lúkaš Pavlíček haben es im Gepäck und auch eines von Jan Adam František de Paula Ritter von Míča aus dem damaligen Böhmen und Mähren. Lúkaš Pavliček ist Mitglied im Orchester des Tschechischen Rundfunks, als Solist mit der Pilsner Philharmonie und als Kammermusiker mit dem Prager Bläseroktett (2016 in Wurz) unterwegs.
Das Sedláček Quartett hat sich 2007 gegründet. Sein wichtigster Mentor in der Anfangsphase war der Primarius des international bekannten Panocha Quartetts, Jirí Panocha. Gemeinsame Erfahrungen bei Meisterkursen und Sommerakademien schweißten die Musiker zusammen.
Michal Sedláček (1. Violine), Jan Maceček (2. Violine), Vít Kubík (Viola) und Karel Chudý (Violoncello) wurden für ihr außergewöhnlich differenziertes Zusammenspiel, ihre Spielfreude und ihre ausgeloteten Interpretationen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Die gesamte Programmgestaltung des Abends ist erlesen. In Abwechslung mit Mozarts großartigem Streichquartett „La caccia“ mit dem „Jagdthema“, das die Geigen mit „Hornrufen“ eröffnen, spielen die Musiker das „Amerikanische Streichquartett“ von Dvořák, unzweifelhaft von den Vogelrufen am Turkey River inspiriert. Ein Konzert der Extraklasse, das im herrlichen Ambiente des barocken Pfarrhofs in Wurz sicher von dem einen oder anderen Vogelruf bereichert wird.

