Vater
Der Witwer André ist achtzig. Er lebt allein in seiner Pariser Wohnung und kommt, meistens, gut zurecht. Manchmal verschwinden Dinge oder er kann sich nicht erinnern, welcher Tag oder welches Jahr gerade ist. Seine Tochter Anne macht sich Sorgen um ihren Vater, vor allem weil sie mit ihrem neuen Freund nach London ziehen will. Was wird dann aus André? Sie organisiert ihm verschiedene Pflegehilfen, von denen der alte Mann alles andere als begeistert ist. André will weiter so leben wie bisher, doch er verliert immer mehr die Orientierung. Wer sind die Menschen, die plötzlich in seinem Wohnzimmer stehen und behaupten, sie seien seine Familie? Und wo ist seine Uhr, die schon seit Wochen immer wieder zu verschwinden scheint? Und ist das überhaupt noch seine Wohnung?
Der Franzose Florian Zeller (*1979) gilt als einer der begabtesten Theaterautoren seiner Generation. In Vater schildert Zeller mit hohem Einfühlungsvermögen, Zärtlichkeit und Humor das langsame Versinken eines Alten Mannes im Vergessen.

