Fritz Pontini, Tal des Baches “Slatinný potok” bei Franzensbad, um 1910
Im Rahmen des wechselseitigen leihweisen Austausches von Gemälden mit der Österreichischen Galerie Belvedere präsentiert die Galerie Cheb/Eger ein Werk von Fritz Pontini (1874 Wien – 1912 Wien), welches ein lokales Motiv zeigt und durch ein Gemälde mit ähnlicher Darstellung aus der Sammlung des Museums Cheb ergänzt wird.
Pontini gehört zu den vergessenen Künstlern, obwohl er zu Lebzeiten recht bekannt war. Er stammte aus einer reichen Franzensbader Hoteliersfamilie, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus Cheb zuzog. In den Jahren 1892 bis 1901 studierte er an der Wiener Akademie; er heiratete in Wien und ließ sich dort dauerhaft nieder. Jedoch besuchte er Franzensbad regelmäßig und war der erste Maler, der die monotone und nicht sehr malerische Landschaft der Region Cheb entdeckte. Seine sich vielversprechend entwickelnde Karriere fand durch seinen tragischen Tod ein abruptes Ende. Am 22. Juni 1912 erschoss er sich in Reaktion auf den Selbstmord seiner Frau in seinem Wiener Atelier.

