Archiv der Böhmischen Krone. Der Urkundenschatz Karls IV.
Das Nationalarchiv beteiligt sich an den Feierlichkeiten zum 700. Geburtstag Karls IV. mit einer Kurzausstellung, im Rahmen derer den Besuchern die Betrachtung einiger Originalurkunden ermöglicht wird, die auf Initiative Karls IV. hin verfasst wurden. Der Großteil der Urkunden wurde nie zuvor der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Besucher der Ausstellung haben die einzigartige Möglichkeit, eine breite Auswahl der bedeutendsten staatsrechtlichen Urkunden Karls IV., welche die Stellung des böhmischen Staates in Europa und besonders in Bezug auf das Heilige Römische Reich sicherten, im Original zu sehen. Sie können die wichtigsten Dokumente aus Karls staatlicher, politischer und diplomatischer Tätigkeit als böhmischer und römischer König und ab dem Jahr 1355 als römischer Kaiser mit eigenen Augen betrachten. Zu sehen sein wird unter anderem Karls Urkunde mit goldenem Siegel vom 1. September 1347, in der er dem Prager Erzbischof das Recht verleiht, den böhmischen König zu salben und zu krönen, sowie eine Urkunde vom 7. April 1348, in der Karl die den böhmischen Königen von den römischen Königen und Kaisern erteilten Privilegien bestätigt. Außerdem wird eine Urkunde vom 9. Oktober 1355 gezeigt, die ebenfalls ein goldenes Siegel aufweist und durch die die schlesischen Fürstentümer sowie die Länder Bautzen und Görlitz in den böhmischen Staat – die Tschechische Krone – eingegliedert wurden. Nahezu alle im Rahmen der Ausstellung präsentierten Urkunden sind einmal durch die Hände Karls IV. gegangen.

