Trachtenzubehör aus der Oberpfalz und dem Egerland
Die Ausstellung des Weidener Stadtmuseums zeigt die ganze Vielfalt an Zubehör, ohne das die Kleidung, insbesondere der Frauen und jungen Mädchen, auf dem Land und in den kleinen Städten der Oberpfalz und des westböhmischen Egerlandes von der Biedermeierzeit bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts nicht vollständig gewesen wäre.
Die Ausstellung des Weidener Stadtmuseums ist eingebunden in das Begleitprogramm der Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung Karl IV. 2016 / 2017 in Prag und Nürnberg. Hauben und Haubennadeln, Schmuck, Taschen und Körbe, Schirme, Schuhe und Stiefel gehören zu den Accessoires, an denen sich sehr gut ablesen lässt, dass die Tracht als gruppenspezifischer Kleidungsstil immer einem Wandel und Veränderungen unterworfen war.
Mit dem Blick der Ausstellung über die Grenze, in das westböhmische Egerland, zeigt sie nicht nur die enge kulturelle Verbundenheit dieser Region mit der Oberpfalz, sondern arbeitet auch Unterschiede heraus. So setzte etwa als Folge des Nationalitätenkampfs zwischen Deutschböhmen und Tschechen die Trachtenerneuerungsbewegung in Böhmen viel früher und stärker ein als in der Oberpfalz.

