Karl IV – herausragender Böhmischer König und Deutscher Kaiser
Der mit Bildern unterlegte Vortrag von Otto Walbrunn OSTD i.R., Schwandorf, schildert umfassend das Leben des bedeutenden Böhmischen Königs und Kaisers des Heiligen Römischen Reichs Karl IV., die Entwicklung und Gestaltung seiner Herrschaft wie auch deren historische Würdigung über die Jahrhunderte. Seine besondere Verbindung mit der Oberpfalz und Nürnberg wird einbezogen.
Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms der Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung Karl IV. 2016 / 2017 in Prag und Nürnberg.
Die Autobahn A 6, die von Paris bis Prag durchgehende Ost-West Verkehrsmagistrale in Mitteleuropa, ist im Abschnitt Nürnberg – Prag mit dem Namen „Via Carolina“ gekürt worden. Der Name bedeutet so viel wie „Karlstraße“. Namenspatron ist nicht „Karl der Große“, sondern Karl IV., herausragender böhmischer König und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Er lebte von 1316 bis 1378 und war ein höchst klug agierender Herrscher und durchaus friedliebender Fürst. Seinen königlichen Besitz wusste er sehr vorteilhaft auszuweiten, auch in ganz strategischem Sinne in der heutigen Oberpfalz mit der Begründung des später sog. „Neuböhmen“. Prag erfuhr durch ihn einen säkularen Aufschwung als Verwaltungs-, Siedlungs-, Handels- und Kulturzentrum. Über die „Goldene Straße“ entstand eine verbindende Klammer zwischen seinen Residenzstädten Prag und Nürnberg, wobei er Nürnberg zu einer der wichtigsten Reichsstädte erhob.
In der Tschechischen Republik wurde er vor wenigen Jahren in einer TV-Abstimmung zur bedeutendsten historischen Persönlichkeit des Landes erkoren. In Deutschland gedachte man seiner im Frühjahr 2006 mit der Herausgabe einer Briefmarke „650 Jahre Goldene Bulle“. In der Verknüpfung von nachhaltigem Innovationsstreben, hohem Kunstsinn und tiefer Frömmigkeit lässt er sich kaum vergleichen mit anderen Herrschern.

