65 Jahre Radio Free Europe
Exiljournalismus im Kalten Krieg und danach: Die ehemalige Redakteurin bei Radio Free Europe, Lída Rakušanová, spricht über ihre Erfahrungen beim Sender und reflektiert die Situation der Medienlandschaft in Deutschland und Tschechien früher und heute.
Am Anfang des kalten Krieges gründeten die USA mit geflüchteten tschechischen Intellektuellen Radio Free Europe (RFE). Der Rundfunkveranstalteter sendete von München aus nach ganz Europa. Das Ziel: Hörer in kommunistischen Ländern mit freien Nachrichten zu versorgen. Heute befindet sich die Zentrale in Prag. RFE informiert mit Radioprogrammen und Webauftritt in 29 Sprachen Menschen in 24 Ländern, darunter Afghanistan, Iran, Russland und Zentralasien.
Lída Rakušanová war Redakteurin der tschechoslowakischen Redaktion „Rádio Svobodná Evropa“. Gemeinsam mit ihren Exil-Kollegen brachte sie Hörern jenseits des Eisernen Vorhangs unabhängige Informationen – Staatsmänner wie Václav Havel und Boris Jelzin betonten stets die historische und politische Relevanz von RFE.
Im Gespräch mit Moderator Robert Bayer berichtet Lída Rakušanová von ihren Erfahrungen bei RFE. Außerdem reflektiert sie die Situation der Medien in Deutschland und Tschechien: Brauchen wir RFE noch angesichts der Pressefreiheit in den Nachbarländern? Diskutieren Sie mit. Anschließend findet ein Umtrunk statt.
Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms der Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung Karl IV. 2016 / 2017 in Prag und Nürnberg.

