Lesung mit Oskar Georg Siebert – Einmal ein Fremder, immer ein Fremder
“Ist es ein Verbrechen, ein Deutscher zu sein?”
Diese entscheidende Frage stellt der Autor Oskar Georg SIeber den Lesern seines autobiografischen Romans.
1942 in Berlin, als ältester Sohn einer tschechischen Filmstatistin und einem deutschen Film-Aufnahmeleiter geboren und im Krieg verschleppt, musste sich Oskar von Anfang an nicht nur der Diskriminierung und später auch der politischen Verfolgung in der damaligen ČSSR beugen, sondern auch nach seiner Rückkehr 1976 nach Deutschland wurde er weiterhin als “Fremder” durch die bürokratische Amtswillkür und Richterentscheidungen sozialpolitisch diskriminiert. Doch Oskar gibt nicht auf und engagiert sich für ein freies Leben.
Jetzt, mit 73 Jahren hat Oskar Georg Siebert siene Lebensgeschichte aufgeschrieben und entstanden ist ein bewegendes Zeugnis der Zeitgeschichte der Kriegs- und Nachkriegszeit in Tschechien und Deutschland. Hier wird exemplarisch und detailgenau geschildert, wie ein Mann – obwohl immer wieder Opfer der politischen Verhältnisse und der Sozialgesetzgebung – seine Zuversicht behält und sich standhaft gegen die Obrigkeit unterschiedlichster Art wehrt.
“Sehr interessand und gleichzeitig ein berührend geschriebenes Buch. Ein Zeitzeuge gegen das Vergessen” (Lüneburger Lektorat).

