6 Wochen Barock: Manětín (Manetin) / Nečtiny (Netschetin)/ Rabštejn (Rabenstein)
- 21.08., Donnerstag, Stadt Rabštejn
17. 00 – 22.00 Uhr Inmitten der barocken Landschaft: der Hof Vranov und die Kirche Maria Schmerz, Kulturbus 2015, Ausstellung, Vorträge, Imbiss, Handwerksworkshops, Orgelrezitale, Illumination einer barocken Allee
- 22.08., Freitag: Schloss Manětín
18.00 – 22.00 Uhr Barocknacht: Abend voller barocker Vergnügungen / Musik, Gesang, barocke Düfte, barocke Geschmackserlebnisse, Schokolade – eine Entdeckung des Barock, barockzeitliche Beleuchtung des Schlosses, Barockfeuerwerk
- 23.08., Samstag, Gemeinde Nečtiny
10.00 – 23.00 Uhr Barocktag: barocke Musik in der Natur, Kirchweih in Březín, Konzerte und Programm in der Kapelle St. Anna mit nächtlicher Wegbeleuchtung
- 24.08., Sonntag, barocke Kirche St. Barbara in Manětín
16.00 Uhr Musik des Barock, Konzert von Lukáš Vendl & Harmonia Delectabilis am Nachmittag
Die nördliche Pilsner Region liegt sanft eingebettet inmitten dichter Wälder. Manchmal scheint es, als sei man weit entfernt von jeglicher Zivilisation, und dann steht man plötzlich inmitten der zahllosen barocken Säulen in der Umgebung von Manětín und bemerkt, dass man an einem Ort ist, an dem Genies am Werk waren. Einerseits die, welche sich Schönheit wünschten und zu deren Realisierung wahre Meister aufriefen, andererseits die, welche sich auf dieses Angebot hin ans Werk machten. Die Gräfin Lažanský kümmerte sich um den verfolgten Peter Brandel und dieser revanchierte sich mit seinen wundervollen Gemälden in den Kirchen von Manětín. Josef Hirsch und der Bildhauer František Borovec schmückten jeden freien Flecken in der Stadt und ihrer Umgebung mit ihren Plastiken. Nach Plänen von Tomáš Haffenecker wurden das Schloss und das abgebrannte Städtchen neu gestaltet. Eine andere, aber ebenso kultivierte Welt ist das reizvolle Städtchen Rabštejn, das sich der dramatischen Landschaft fügte und dessen Bewohner sich in Häusern an den steilen Flächen am Hang unterhalb des Schlosses, dem Giovanni Alliprandi das heutige Aussehen verlieh, und des ehemaligen Klosters ansiedelten. Eindeutig dominiert wird der Ort durch die Kirche Maria Schmerz, die nach Entwürfen Anselm Luraghis erbaut wurde. Von der Kirche aus hat man einen wunderbaren Ausblick in das steilwandige Tal, das der Fluss Střela in das Schiefergestein einkerbte, das in Form von Schablonen auch den St. Veitsdom in Prag schmückt. Auf kleinem Raum inmitten der Wälder findet sich hier viel Schönes, geschaffen von barocken Größen.

