Das Gold von Bayern
Das Gold von Bayern – Eine bayerische Kömödie von Reinhard Raffalt
Bayernkönig Ludwig hat schlechte Laune: Erst erdreistet sich der Privatbankier Ignaz Sperling, in aller Herrgottsfrüh die königliche Bettruhe zu stören, dann muss der aufgeschreckte Monarch erfahren, dass seinem Land der Staatsbankrott droht, und verursacht hat die ganze Misere auch noch ein Frauenzimmer: Die Schauspielerin Adele Spitzeder. Auf der Bühne nicht gerade erfolgreich – im Bankgeschäft dafür umso mehr: Den Anlegern ihrer „Dachauer Bank“ zahlt sie schwindelerregend hohe Zinsen und ruiniert damit alle anderen Geldinstitute. Der nie versiegende Geldstrom ihrer Gläubiger hält das Geschäftsmodell der Madame Spitzeder am Laufen und ermöglicht ihr ein luxuriöses Leben und soziale Wohltaten wie die Eröffnung der ersten Münchner Volksküche.
Jetzt ist guter Rat teuer, ein Zusammenbruch des von der gewieften Spekulantin in Gang gesetzten Schneeballsystems würde die Stabilität des Staates bedrohen, denn auch die Beamten des königlichen Finanzministeriums haben kräftig in Adele Spitzeders Unternehmen investiert. Von Ludwig zur Audienz einbestellt, beeindruckt die attraktive Bankbesitzerin den Monarchen nicht nur mit ihrem ausgeprägten Selbstbewusstsein. Die Problemlösung ist dadurch natürlich nicht gerade einfacher geworden…
Der Bankrott der „Mutter des Anlagebetrugs“ und ihrer „Dachauer Volksbank“ im Jahr 1872 gehört zu den größten Finanzskandalen des 19. Jahrhunderts.




