Die Heilige Nacht von Ludwig Thoma im oberpfälzer Dialekt
Einen Klassiker der Volksdichtkunst hat sich der Förderkreis für Kirchenmusik St. Josef für die Weihnachtszeit ausgesucht.
Am dritten Adventssonntag wird die bekannte Weihnachtslegende in der Josefskirche von Ferdinand Meier vorgetragen, und zwar in der oberpfälzer Fassung.
Ludwig Thoma hatte die Weihnachtserzählung vor nicht ganz 100 Jahren nach der Schilderung des Evangelisten Lukas in oberbayrischer Mundart verfasst. In seiner Interpretation des Weihnachtsgeschehens verlegt er die Ereignisse um die Geburt Jesu kurzerhand in die bayrische Gegend.
Zimmermann Josef und Maria reisen durch tief verscheite Wälder und beschwerlichen Wegen von Nazareth nach Betlehem um sich, wie befohlen, beim dortigen Rentenamt zu melden. In Versform beschreibt Thoma weiter, wie die beiden verzweifelt ein Quartier suchen und schließlich lediglich einen Stall als Unterkunft erhalten. Und dort geschieht dann das Wunder der heiligen Nacht, das offenbar nur die einfachen Leute begreifen und erfassen können.
Der gebürtige Windischeschenbacher und Hobbydichter Horst Maschke hat diese Vorlage in die Oberpfalz verlegt und dem entsprechend ins “oberpfälzerische” übersetzt. Zwischen den sechs Teilen der Erzählung fügte Thoma volkstümliche Gesänge ein, die von Mitgliedern der beiden Chöre, ebenfalls in oberpfälzer Mundart, vorgetragen werden.

