Vladimír Sorokin: Eis – 19. Internationales Theater Festival 2011 Pilsen

Die Dramatisierung vom Sorokins Fantasieromans Eis über eine seltsame Brüderschaft der Auserwählten im zeitgenössischen Moskau führt mit ungewöhnlicher Offenheit zahlreiche erotische und gewaltsame Szenen vor. Die wirken allerdings nicht selbstzweckmäßig, sie weisen auf die obskure zeitgenössische russische Realität hin und werden in ein groteskes Gleichnis über die Suche nach dem Sinn des Lebens zusammengestellt, und zwar in einem Land, dessen Historie sowie Gegenwart keinen Sinn machen.
Die Inszenierung wurde vom Regisseur Kornél Mundruczó, Star der zeitgenössischen ungarischen Kinematographie, in Koproduktion mit dem Ensemble des Krétakör-Theaters einstudiert.
Die Vorstellung ist ab 18 Jahren zugänglich
NEMZETI SZÍNHÁZ, BUDAPEST / Nationaltheater, Budapest, Ungarn
