Katagami – japanische Färbungsschablonen

Ein Bestandteil der umfangreichen Sammlung der orientalischen Kunst des Wetböhmischen Museums in Pilsen sind Katagami – japanische Papierschablonen zur Färbung von Katazone-Stoffen. Über die Schablonen mit einem ausgeschnittenen Muster wurde auf den Stoff die Paste aus Reisstärke aufgetragen. Nach ihrem Abtrocknen wurde die Textilie gefärbt und nach dem weiteren Abtrocknen gewaschen, bzw. weiter gefärbt. Die Flächen, wo die Stärke auf den Stoff durchdrungen ist, sind farblos geblieben und bilden das Muster. Die Drucktechnologie wurde immer mit der allmählichen Überdeckung einzelner Farbenschichten verbessert, einschl. der Konturenzeichnung oder Detailmalerei. Am traditionellen japanischen Kimono spielen die Muster und ihre raffinierte Komposition eine besonders bedeutende Rolle und die einzelnen Motive der Färbungsschablonen haben immer eine positive symbolische Bedeutung. Die Kollektion von dreißig unikaten Katagami-Stücken und von ihren Positivabdrucken bringt die weniger bekannte Arbeit der japanischen Meister der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts näher.
