Durch das Labyrinth der angewandten Kunst
Die Mitarbeiter der Kunst- und Industrieabteilung bereiteten in Zusammenarbeit mit vielen weiteren Kollegen von anderen Museen zum 130. Jubiläum des Westböhmischen Museums in Pilsen eine Ausstellung vor, welche eine Bestandsaufnahme der Geschichte der angewandten Kunst von der Gotik bis zu Historismus darstellt und wählten aus ihren umfangreichen Fonds mehr als 250 einzigartige Artefakten. Die Zeitspanne der ausgestellten Sammlungsgegenständen ist riesig – sie reicht von 14. bis Ende 19. Jahrhunderts, und es ist deshalb sehr schwierig, die kostbarsten Stücke, die für einzelne Stilepochen typisch sind zu bestimmen.
Auf der Ausstellung kann man zum Beispiel gotische Plattenmalerei der Hl. Katarina und Margarete aus der Kirche in Křečov, eine Turm-Tischuhr aus gegossenem, gehämmerten und geritzten Messing im Renaissancestil aus Süddeutschland vom Ende des 16. Jahrhunderts, die “Verkündung” des Pilsener Barockbildhauers Lazar Widmann, oder eine in Formen von Spätempire gefertigte Porzellankollektion vom Meißener Typ mit Veduten, oder mit Malerei durch bunte Emaillen und Vergoldung geschmückte Glasgefässe im orientalisierenden Stil von F. Schmoranz für die Firma Lobmeyr Wien aus der Zeit der historisierenden Stile.

