Jiří Kovanda: Als ich klein war, spielte ich mit Mädchen
Jiří Kovanda ist am 01.05.1953 in Prag geboren und gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen tschechischen Künstlern.
Die internationale Berühmtheit gewann er besonders dank seinen Veranstaltungen und Installationen aus der zweiten Hälfte der 70-er und Anfang der 80-er Jahre, die zuerst in der Welt als politische Kunst angenommen wurden. Zur Zeit wurde diese Ansicht korrigiert und sie wurden in den Bereich der individuellen und sozialen Erfahrung und der minimalistischen Geste verschoben. Ende der 80-er und in den 90-er Jahren war Jiří Kovanda fast in allen Ausstellungen vom Ehepaar Ševčík vertreten, die wohl den größten Anteil an seiner internationalen Beliebtheit haben.
Die Ausstellung erfüllt kein Konzeptionsgenre. Obwohl dort eine möglichst breite Kollektion von Kovandas Werken zu sehen ist, geht es um keine klassische Retrospektive. Und das auch trotzdem, dass sie alle Bereiche seiner Kunst umfasst (Zeichnung, Collage, Gemällde, Objekt, Installation, Intervention, Aktion, Performance)seit 70-er Jahren bis zur Gegenwart. Ziel der Ausstellung ist eine unkritische Übersicht seines Schaffens und eigenwilliges Finden von inneren Zusammenhängen zwischen den einzelnen Kunstäusserungen und Zeitperioden. Jiří Kovanda sprach zwecks “Intervention” in seine Ausstellung folgende Künstlerinnen an: Silvina Arismendi, Nina Beier und Marie Lund, Sylva Brodiová, Veronika Dolanská, Ladislava Gažiová, Eva Humlová, Alena Kotzmannová, Eva Koťátková, Denisa Lehocká, Jitka Mikulicová, Barbora Motlová, Markéta Othová, Adéla Svobodová und Toyen.

