Erinnerungen an Tibet – Fotoausstellung von Josef Vaniš und Vladimír Sís
Die Ausstellung zeigt 220 unikate Fotografien von Josef Vaniš und Vladimír Sís aus Tibet aus den Jahren 1954 und 1955. Der Regisseur Vladimír Sís (1925-2001) und der Kameramann Josef Vaniš (gen. 1927) wurden im Jahre 1953 vom Tscheslowakischen Armeefilm nach China geschickt, um dort einen Dokumentarfilm über den Bau der Straße aus der Provinz S’tschuan in Tibets Hauptstadt Lhasa zu drehen. Während der Dreharbeiten mit der Filmkamera haben sie auch Hunderte von Fotoausnahmen gemacht. Von den aufgenommenen Fotos wurden für die Ausstellung 190 schwarzweiße und 30 farbige Vergrößerungen ausgewählt.
Auf den Aufnahmen ist die tibetanische Realität zu sehen, die meisten der fotografierten Objekte wurden später vernichtet oder ganz verändert: kirchliche Denkmäler, Kirchenriten, das Leben der einfachen Tibetaner, der weltlichen sowie kirchlichen Würdenträger, Landhäuser sowie die Städte Kandze, Tschhamdo, Derge, Riwotschhe. Fast die Hälfte der Aufnahmen bilden Fotos aus Lhasa – sowohl aus der Stadt als auch aus dem Palast Potala oder aus der Sommerresidenz von Dalai Lama Norbulingka. Die Kollektion enthält auch Portraits des damals neunzehnjährigen XIV. Dalai Lamas Tändzin Gjamccho.

