Kopfjäger – Bolf, Rathouský, Skrepl, Typlt

Ziel der Ausstellung, die das Schaffen von vier markanten zeitgenössischen Künstlerpersönlichkeiten vorstellt, ist es nicht, die Malerei zu thematisieren, noch sie aus dem Kontext der tschechischen Kunst herauszulösen, sondern eine bestimmte Tendenz der aktuellen tschechischen Malerei zu verfolgen, die sich durch figurale Sujets auszeichnet, vom Neoexpressionismus ausgeht, in die Malerei obsessive und existenzielle Themen einbringt und nicht ängstlich an der Vorlage klebt.
Lubomír Typlt (*1975, lebt in Berlin) bringt in sein Schaffen die Erfahrungen seines Wirkens an der Kunstakademie in Düsseldorf ein, wo er in den Ateliers von M. Lüpertz, G. Merz und A. R. Penck studierte.
Vladimír Skrepl (*1955, Leiter eines Ateliers an der Akademie der bildenden Künste in Prag) reagiert ebenfalls in vielem auf das Schaffen der „Neuen Wilden“. Seine exklusive und starke Position im tschechischen Kontext beruht jedoch darin, dass er die thematischen und stilistischen Grenzen ständig überschreitet, wobei die Konstanten seines Schaffens Authentizität, Ungreifbarkeit und Unvorhersehbarkeit sind.
Josef Bolf (*1971) schafft ein Remix aus Comic-Erzählungen und Kinderbuchillustrationen sowie bei der Arbeit mit Kindern angewendeter Techniken mit seinen eigenen Vorstellungen und erreicht so eine große Virtuosität in der Mitteilung persönlichster Emotionen in Bezug auf Autodestruktion und Tod.
In den Bildern von Luděk Rathouský (*1975) erscheinen in quasidokumentarischer Haltung expressive Reflexionen der aktuellen Situation der Gesellschaft und des Geschehens in der Kunstszene. Kuratorinnen der Ausstellung sind Lenka Vítková und Edith Jeřábková.
Die Reprisen:
Galerie Šternberk / 20.06.07 – 20.07.07, Východočeská galerie v Pardubicích / 24.06.07 – 16.09.07 und Kunst- und Gewerbeverein Regensburg / 15.09.07 – 07.10.07
