Schauen – Miroslav Tázler und meditativ-lyrische Tendenzen im Pilsner Kunstschaffen
Die Ausstellung ist der vierte Beitrag des Projektes, das die Tendenzen und die schöpferischen Bereiche der bildenden Kunst in der jüngsten Zeit des Pilsner Kunstschaffens zeigt. Dargestellt wird die kontemplative Wahrnehmung der Welt, die zur Befreiung der visuellen Formen führt und die den Arbeiten einen entrückten, meditativ wirkenden Charakter verleiht. Die Kompositionen begrenzen die sinnliche Welt auf das summarische Wesen, das über lyrische Qualitäten verfügt.
In der Pilsner Kunst des letzten halben Jahrhunderts wird dieser schöpferische Ansatz durch Miroslav Tázler (geb. 1925) vertreten, dessen Werk während seiner künstlerischen Laufbahn sich eng mit dem lyrischen Symbolismus der Jahrhundertwende, der melancholischen Atmosphäre der abendlichen Gassen von Schikaneder und der Generation von Devětsil verband.
Später nähert er sich mit der befreiten lyrischen Transformation der Natur dem Werk von J. John und V. Boštík, dessen abstrakte visuelle Felder an Tázlers Bilder vom Zyklus Wasser erinnern. Obwohl in Pilsen keine Schule der Malerei von M. Tázler entstanden ist, findet man dort zahlreiche Arbeiten, die das Tázlersche Schaffen aufgreifen.
Künstler:
Š. Bláhovcová, M. Čelakovský, I. Hostaša, P. Jindra, V. Kotyza, V. V. Modrý, A. Mužík, M. Nová, J. Patera, S. Poláček, J. Schikaneder, M. Tázler, D. Šlajs.

