Martin Mainer – Retrospective
Martin Mainer (1959), Träger des Jindřich-Chalupecký-Preises (1993) und Professor an der Brünner Fakultät der bildenden Künste, stellt zu ersten Mal in einer breiten Auswahl sein bisheriges Werk vor. Zu dieser Gelegenheit erscheint im Verlag Arbor vitae eine repräsentative Monografie. Mainer ist als außerordentlich virtuoser Maler bekannt. Das erlaubt es ihm, die ganze Skala der malerischen Positionen zu verwenden, von den expressiven über die historisierenden Evokationen des Manierismus oder des Barock bis zu primitiven Aufzeichnungen, wo er selbst in den Hintergrund tritt und zum Medium wird, durch das sich geheimnisvolle Nachrichten aus anderen Dimensionen der Wirklichkeit offenbaren. Mainer knüpft an die esoterischen und visionären Positionen des Symbolismus an. Die postmoderne Rückkehr dieser Thematik bedeutete in seinem Fall jedoch nicht eine bloß zeitweilige Hinwendung zu einem aktuellen Trend, sondern steht im Einklang mit seiner Gesamtveranlagung. Die kompromisslosen Haltungen zur Welt und zum eigenen Schaffen machen aus ihm eine der originellsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen tschechischen Kunst. Kurator der Ausstellung ist Dušan Brozman.
Vernissage: am Samstag 10.06.06 um 15 Uhr

