Vortrag von Pavla Pečínková – Kazimír Malevič

Dr. Pavla Pečínková hält Vorlesungen über Kunstgeschichte an der Kunsthochschule in Prag, wo sie auch als Prorektorin wirkt.
Der russische Maler Kazimír Malevitsch stellte sich als Ziel, die Kunst von der Last der Gegenständlichkeit zu befreien. Symbol seiner neuen Richtung, Suprematismus, wurde das Bild eines Schwarzen Quadrats im weißen Hintergrund, das im Jahre 1915 ausgestellt wurde. Malevitsch wurde in Kiev im Jahre 1878 als der Älteste von vierzehn Kindern geboren. Mit 17 Jahren begann er mit seiner Malerausbildung – bis zum Jahre 1910 besuchte er die Kunstschulen in Kiev, Kursk und Moskau. Er gewann nicht nur eine virtuose Fähigkeit, die gesehenen Modelle realistisch darzustellen, sondern er lernte auch neue Malerstile kennen. Allmählich setzte er sich mit dem französischen Neoimpressionismus, Fauvismus und Kubismus auseinander, die gemeinsam mit dem italienischen Futurismus die damalige russische Kunstszene beherrschten. Zuletzt schuf er seine eigene Kunstrichtung, die einen internationalen Wiederruf fand.
