Waldmünchener Pferdewallfahrt “Zu Unserer Lieben Frau in Ast”

Waldmünchner Pferdewallfahrt “Zu Unserer Lieben Frau in Ast”
Die Kirchen “Maria Himmelfahrt” in Ast und die Stadtpfarrkirche “St. Stephan” in Waldmünchen sind zwei alte Wallfahrtskirchen. Die Wallfahrt wird erstmals 1409 erwähnt.
Die Legende der Wallfahrtskirche “Zu unserer Lieben Frau in Ast”:
Als eine Gräfin nach Böhmen reiste wurden die Kutschenpferde von Fliegen und Bremsen im Böhmerwald (der sich damals bis nach Neunburg erstreckte) so stark geplagt, dass sie durchgingen und zu befürchten war, die Kutsche würde zertrümmert werden. In dieser Not hat die Gräfin Gott und die Mutter Gottes um Hilfe angerufen und versprochen, unserer Lieben Frau zu Ehren an der Stelle eine Kirche bauen zu lassen, wo die Gefahr ohne Schaden vorüber wäre. Beim Fällen der Bäume zum Kirchenbau wurde ein Bild unserer Lieben Frau auf dem Ast eines Baumes gefunden. Dieses hat man ins neuerbaute Gotteshaus getragen und es hat der Kirche den Namen “Ast” gegeben. Seit Jahrhunderten pilgern die Menschen zur Wallfahrtskirche nach Ast.
Wallfahrtskirche “St. Stefan in Waldmünchen”
Das Gnadenbild von Waldmünchenerzählt die Legende von einem Schiffsmann, der auf der Donau in Not geriet, aber dessen Schiff wieder auf wunderbare Weise, ohne menschliches Zutun, flott wurde. Dieser Schiffsmann hat das Gnadenbild von Wien nach Waldmünchen gebracht. In großer Dankbarkeit sind dann Pilger mit ihren Anliegen zur Stadtpfarrkirche Waldmünchen gekommen. Ein Mirakelbuch aus dem letzten Jahrhundert erzählt noch sehr anschaulich, wieviele Pilger und mit welchen Anlegen zur Mutter des Herrn nach Waldmünchen kamen. Auffallend ist das östliche Aussehen der Muttergottes; es erinnert an die Madonna von Tschenstochau in Polen.
