Internationales Theaterfestival 2005 – T. Bernhard – Am Ziel: Prager Kammertheater

Das Stück beginnt frühmorgens im Zimmer eines Etagenhauses in der Stadt und wird an demselben Tag in einem Haus am Meer fortgesetzt. Mutter und Tochter bereiten sich auf die Abfahrt zum Sommerurlaub am Meer vor, wie schon jahrelang immer am gleichen Tag. Das unveränderliche Ritual des Einpackens aller Kleider, die sich im Laufe des Lebens angesammelt haben, der ganzen Vergangenheit. Die Mutter redet, redet, redet und trinkt, die Tochter packt ein. Doch diesmal gibt es eine Veränderung: Für ein paar Tage begleitet sie ein Dramatiker, der gerade durch sein Stück “Rette sich, wer kann ” berühmt wurde.
In zwei unterschiedlichen Konzepten (das Gespräch mit der Tochter, die schon alles gehört hat, und mit dem Dramatiker, der alles zum ersten Mal erlebt) enthüllt sich unter der steifen Ordentlichkeit und Unbeweglichkeit das rauhe Leben der Mutter. Durch sie wird der moderne Mythos der starken Persönlichkeit, des Individualismus entlarvt.
Darsteller: Prager Kammertheater
Regie: Arnošt Goldflam
