13. Internationales Theaterfestival Plzeň 2005 – Sclavi – Lied des Emigranten: Farm in der Höhle (CZ/SK/PL/F)

Eine schwere Reise nach Hause spielt sich am Hintergrund der Beziehungen ab. Teils sind es Beziehungen im Familienkreis, teils Beziehungen in der Gesellschaft der Gastarbeiter; sie vermischen sich und plötzlich überschneiden sie sich. Ebenso gespaltet ist auch das Leben des Menschen, dessen Versuche sich in die Gesellschaft einzugliedern “dort” und “hier” versagen. Der Kampf um die Selbstbestimmung endet mit der Emigration aus dem letzten Vorhof der Gegenwart, aus dem eigenen Körper. Es ist eine Flucht irgendwo hin, wo unser Aussiedler hoffentlich das verlorene Heim wiederfindet. Das lateinische Wart Sclavi bezeichnet gleichzeitg Slawen und Sklaven. Die Autoren der Inszenierung sind von tschechischer, slowakischer, polnischer, ukrainischer und sorbischer Nationalität. Mit entsprechender Dosis an Selbstironie werden sie sich der Kluft zwischen den slawischen Ideen und der heutigen Realität der Slawen in Europa und in der Welt bewusst.
Eine Inszenierung des Theaters Farma v jeskyni (Farm in der Höhle) (CZ/SK/PL/F)
Regie: Viliam Dočolomanský
