Tag der alten Haustierrassen im Oberpfälzer Freilandmuseum
Am Sonntag veranstaltet das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen zusammen mit der Regionalgruppe der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. einen Tag, der den Besuchern Tiere vorstellt, deren Rassen vom Aussterben bedroht sind. Das Museum selbst besitzt viele Haustiere. Das Rotvieh zum Beispiel gab früher Milch, zog den Pflug über die Felder und versorgte die Familien auf den Höfen mit Fleisch. Vom Pferd bis zum Fisch ist im Museum einiges zu sehen und an diesem kommen noch viele weitere Tiere dazu, die sonst dort nicht zu sehen sind.
Im Mittelpunkt steht diesmal das Schaf. Die von den Tieren produzierte Wolle wurde zu Textilien verarbeitet. Früher durften die Bauern nur Kleidung aus selbstgesponnenem Flachs, der auf den eigenen Feldern angebaut wurde, und Wolle von seinen eigenen Schafen tragen. Die feinen Leute trugen Seide aus Frankreich oder Baumwolle aus dem Orient oder die feine Merinowolle aus Spanien. Merinoschafe hielten vor 200 Jahren auch viele Adelige in Bayern, für diese Tiere mussten extra Ställe gebaut werden, weil sie für unser raues Klima zu empfindlich waren.Denn eigentlich ist das Schaf ein genügsames Tier. Es gibt sich auch mit Wiesen zufrieden, auf denen kaum ein Gras wächst und erhält auch heute noch Kulturlandschaften wie den Oberpfälzer Jura, den sich sonst der Wald zurückerobern würde. Zum Glück ist das Schaf auch als Delikatesse wieder beliebt und davon kann man sich am Tag der alten Haustierrassen auch überzeugen. Es wird auch viele nützlichen Dingen geben, die wir dem Schaf verdanken.
Wie jeden Sonntag gibt es wieder das gute Sauerteigbrot zu kaufen, das die Bäckerei Paulus in den Museumsöfen backt.






