Kirchweihmarkt, Obstverarbeitung und Obstsortenbestimmung und Sonderführung Dachstühle im Oberpfälzer Freilandmuseum

Am Sonntag, den 16. Oktober, findet im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen bei Nabburg wie jedes Jahr der Bauernmarkt statt. Seit jeher war der Kirchweihsonntag ein beliebter Tag, um einen Markt abzuhalten. Die Ernte war eingebracht, viele Erzeugnisse vorhanden.
Der diesjährige Bauernmarkt findet im Stiftlanddorf statt. Von 10.00 bis 17.00 Uhr wird Schmackhaftes vom Roten Höhenvieh, Spezialitäten von Heidschnucken aus der Oberpfalz, Scharfes und Süßes aus heimischen Obst, Lebensmittel wie Holunderwein, Geräuchertes, Brot, Saft, Kräuter und anderes Gesundes feil geboten. Es gibt aber auch praktische Dinge wie Rechen, Besen, Vogelkästen und Körbe, um die eingekauften Wunderdinge mit heimzubringen. Da der Winter nicht mehr fern ist, lohnt ein Besuch bei der Modistin, die Hüte, Mützen und Tücher feilbietet, oder beim Strickwarenstand.
Die Museumsmitarbeiter zeigen die Herstellung von Marmelade und die Verarbeitung von Gemüse, wie beispielsweise das Einhobeln von Weißkraut, um leckeres Sauerkraut daraus zu machen. Außerdem werden beim Schallerhof frisch geräucherte Forellen zum Kauf angeboten und die Gartenfachfrauen backen im Matzhof Küchl. Dabei darf selbstverständlich auch probiert werden.
Auch kann man von 13.00 bis 17.00 Uhr Obstsorten bestimmen lassen. Viele Gartenbesitzer haben alte Apfelbäume im Garten und wissen nicht, um welche Sorte es sich handelt. Deshalb haben Michael Altmann aus Schwarzenbach und Martin Schanderl aus Schwarzenfeld ca. 80 Obstsorten, insbesondere Äpfel, als Anschauungs- und Vergleichsmaterial mit dabei. Für die Sortenbestimmung sollten man allerdings mindestens 4–5 Stück von einer Sorte mitbringen.
Um 14.00 Uhr findet eine Sonderführung zu den Dachstühlen des Museums statt, die nicht nur Spezialisten an die Architektur der Bauernhäuser heranführt.
Auch für die Kinder ist etwas geboten: An diesem Sonntag kommt der Drechsler Erich Spreng mit seiner Drechselbank. Jedes Kind kann einen gedrechselten Gegenstand selbst herstellen und wird so an das alte und interessante Handwerk herangeführt. Abgerechnet wird pro Werkstück, ein Salzstreuer kostet zum Beispiel 4,– Euro.
