Thema: Winterarbeiten und Adventsbasteln im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen

Am Sonntag, den 21. November, stellt sich das Oberpfälzer Freilandmuseum langsam auf Weihnachten ein.
In vielen Häusern, die für dieses Jahr ein letztes Mal geöffnet werden, können Besucher ab 13.00 Uhr Künstler und Mitarbeiter sehen, die vorführen, was die Familien auch früher für das Weihnachtsfest vorbereitet haben.
Der Obst- und Gartenbauverein Neusath bindet im Denkenbauernhof weihnachtliche Kränze und stellt weihnachtliche Gestecke her, welche die Besucher käuflich erwerben können.
Wer an weihnachtlichen Klosterarbeiten interessiert ist, sollte in der Stube des Denkenbauernhofes vorbeischauen. Dort zeigt Elfriede Müller die Kunst der Hinterglasmalerei, Monika Gebhard führt Klöppelarbeiten vor und Angelika Putzer fertigt Weihnachtsschmuck aus Perlen an. Im Hirtenhaus bietet Kathrin Rieppel Kerzenziehen an. Interessierte Kinder können zuschauen und auch gerne mitmachen.
Im Matzhof backen die Museumsfrauen Plätzl (Plätzchen) und die Kinder dürfen beim Verzieren mithelfen. Mancher kann dort auch ein neues, beziehungsweise ein altes Rezept erfragen. Außerdem ist auch der Holzschuh- und Besenmacher, Josef Winderl, anzutreffen.
Im Kolbeckhof führt der Krippenschnitzer, Georg Schmittner, seine Kunst vor und Irmgard Reindl zeigt auf dem Spinnrad wie Wolle zu einem Faden gesponnen wird und was man für schöne und praktische Kleidungsstücke stricken kann. Im Stadl des Inhauses wird der Flachs verarbeitet, damit man ihn dann zum Faden spinnen und als Leinen verarbeiten kann. Die Museumsschreiner erstellen im Urschlbauernhof mit den Kindern Laubsägearbeiten.
Im Schallerhof erzählt Margarete Mauderer, die Märchenspezialistin des Museums, jeweils um 14.00 und um 15.00 Uhr, ihre wunderbaren Geschichten. Dazwischen spielt eine Veeh-Harfen-Gruppe. In der Küche werden Federn geschlissen, damit es im Winter warme Betten gibt.
Aber auch im Gelände gibt es Interessantes zu sehen. Hier werden alle die Arbeiten ausgeführt, die der Bauer normalerweise im Winter erledigen musste. Dazu gehört alles, was mit Holz zu tun hat. Bretter sägen, Balken hauen, Wasserleitungsrohre bohren und Schindeln spalten, aber auch Besen und Rechen machen. Auch die Herstellung von Kienspänen wird hier gezeigt. Das war in der Zeit vor der Elektrifizierung die billigste Möglichkeit eine Stube zu beleuchten.
Das Angebot im Wirtshaus Unterbürg umfasst neben den üblichen Speisen auch Punsch, Glühwein oder Jagertee zum Aufwärmen.
An diesem Tag findet auch von 9.00 bis 16.00 Uhr im Mehrzweckraum unser beliebter Filzkurs unter der Leitung von Anita Köstler statt. Zur Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung unter Tel. +49(0)9433-2442-0 erforderlich.
Auch an diesem Sonntag backt der Bäcker sein gutes Brot im Holzofen.
