Führung durch die Rauberweihermühle im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath
Das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen stellt an diesen Tag anlässlich des Deutschen Mühlentages, die Rauberweihermühle in den Vordergrund des Geschehens. Um 14.00 und 15.00 Uhr finden Führungen durch das Gebäude statt. Diese beinhalten auch die Ausstellung “Vom Korn zum Brot”.
Mit der im Freilandmuseum Neusath-Perschen aufgestellten Rauberweihermühle hat der Bezirk Oberpfalz ein bedeutendes Zeugnis dieser Baukultur gerettet. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Dorfmühle handelt es sich hier um ein Landsassengut, das neben der Mühleneinrichtung auch die Wohnungen der Herrschaft, des herrschaftlichen Jägers und eben des Müllers beinhaltet. Für die Bevölkerung der Umgebung spielte insbesondere die Mühle eine wichtige Rolle bei der Nahrungsmittelherstellung.
Der komplizierte Mechanismus der Mühlen erschien den Menschen früher oft unheimlich und dem Müller unterstellten viele Kunden Betrugsabsichten, da in Zeiten von Armut und Hunger jeder Angst hatte nicht genug Mehl für sein geliefertes Getreide zu bekommen.
Auch die Mühlenbauer scheinen ganz besondere Handwerker gewesen zu sein. Oft errichteten sie die Mühlen ohne niedergelegten Plan, eine wirkungsvolle Prävention der Industriespionage.
In der Rauberweihermühle soll auch eine “Weiße Frau” wohnen, weswegen Müller nicht gerne die Mühle besuchen, aus Angst die “Weiße Frau” könne ihnen folgen. Denn obwohl das mittelschlächtige Mühlrad, das im Winter von den Museumszimmerleuten neu gebaut wurde, sich noch gleichmäßig dreht, wird kein Mehl mehr dort gemahlen.
Im Schallerhof wird an diesem Tag wieder das beliebte Museumsbrot gebacken.

