Sonderführung zum Thema: “Wie früher auf dem Lande” – eine Führung durch die Oberpfälzer Landschaft
Einzigartig im Oberpfälzer Freilandmuseum ist die Landschaft, die von den Anfängen des Museum an mitgeplant wurde und die zeigt, wie Wege, Wälder, Felder, Teiche und Hecken im 18. und 19. Jahrhundert ausgesehen haben. Blickt man über das Museum hinaus in die flurbereinigte Landschaft unserer Tage, so wird der Unterschied schnell klar. Diplomgeografin Birgit Simmeth hat sich ausführlich mit diesem Thema beschäftigt und bietet am Sonntag, um 14.00 Uhr eine Führung an, die im Eingangsbereich des Museums beginnt.
Bei der Führung wird die große Vielfalt an Pflanzen und Tieren, die hier in den letzten 20 Jahren entstanden ist, erklärt: die Artenvielfalt, der Artenschutz und die Pflegemaßnahmen. Da es bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts keine chemischen Spritzmittel gab und außer dem Dung der eigenen Tiere keinen Dünger benutzt wurde, musste die Bewirtschaftung besonders ausgewogen sein, damit die angebauten Pflanzen gedeihen konnten. Die Hecken zum Beispiel schützten die Böden vor Erosion und boten gleichzeitig Vögeln Platz, die die Schädlinge verspeisen konnten. Die Kulturlandschaft des Oberpfälzer Freilandmuseum wird regelmäßig von Biologen untersucht und die Pflegemaßnahmen werden von der Regierung der Oberpfalz gefördert, weil man hier Erfahrungen sammeln kann, die bei der Wiederherstellung anderer Landschaften wichtig sind. Birgit Simmeth ist schon lange Jahre im museumspädagogischen Bereich im Museum tätig und hat die Führung erarbeitet, die am Sonntag zum ersten Mal besucht werden kann.
Außer dem Museumseintritt fallen für die Führung keine Kosten an.

