Schafscheren, Wollefärben und Filzen
Das Schaf gehört zu den ältesten Haustieren in Europa. Die Schafzucht, auf sonst nur schlecht zu nutzendem Land, lieferte neben Fleisch, Fett und Milch vor allem auch Wolle.
Die traditionelle Schafschur erfordert viel Geschick und Zeit. So dauert es zwischen einer halben und einer Stunde bis ein Schaf von seinem winterlichen Wollkleid befreit ist. Mit einem elektrischen „Rasierer“ geht es natürlich schneller. Beide Techniken werden im Museum gezeigt.
Auch auf die Frage, wie Schafwolle für die weitere Bearbeitung behandelt werden muss, bekommen die interessierten Besucher eine Antwort. An diesem Tag wird Wolle gewaschen, kardiert, gefärbt, gesponnen, gezwirnt, verstrickt und gefilzt. Besonders das Filzen ist für Kinder eine Anziehung und ein kleineres Schmuckstück dürfen sie am Sonntag selbst anfertigen.
Eine besondere Attraktion wird die Filz-Modenschau um 14.00 Uhr sein, die von Anita Köstler und ihren Kursteilnehmerinnen gezeigt wird. Frau Köstler führt nämlich seit vielen Jahren im Museum Filzkurse durch, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Die Modenschau wird stilvoll von Dudelsackmusik umrahmt.
Peter Müller präsentiert im Schallerhof im Naabtaldorf Produkte rund um das Schaf. Lammfelle, gestrickte Jacken, gefilzte Pantoffel, Käse, Salami und Seife zeigen die Vielfalt der Produkte auf, die mit dem Schaf verbunden sind.
Alte Kinderspiele können die kleinen Besucher im Nabbtaldorf ausprobieren. Stelzen gehen oder Hüpfseil springen, konnte früher jedes Kind. Mit Papas oder Mamas Hilfe kann man auch ein flottes Windradl problemlos basteln.
Im Schallerhof wird wieder das gute Bauernbrot gebacken.

