Luděk Vystyd | Irgendetwas mit diesem Eger
Die Galerie 4 lädt zur Ausstellung Irgendetwas mit diesem Eger ein, einem eigenwilligen künstlerischen Statement des Autors Luďek Vystyd, der in seinem Schaffen immer wieder auf die Stadt Eger zurückkommt – einen Ort, der nicht nur zu seiner Heimat, sondern auch zu einer unerschöpflichen Inspirationsquelle geworden ist.
Der Zyklus Irgendetwas mit diesem Eger entstand nach und nach in den letzten Jahren. In ihr fängt der Künstler mittels kolorierter Zeichnungen und kombinierter Techniken – dem Auftragen von Farben und anderen Materialien auf Leinwand oder Hartfaserplatten – seine persönliche Wahrnehmung der Stadt ein. Es handelt sich weder um eine wörtliche Darstellung noch um nostalgische Erinnerungen, sondern um subjektive Szenen, Fragmente und Situationen, die wie visuelle Rätsel wirken können.
Jedes Bild hat jedoch eine reale Grundlage. Der Autor bietet dem Betrachter seine eigene Interpretation von Eger an – sein „Eger“. Genauigkeit tritt hier hinter persönlicher Erfahrung, Vorstellungskraft und der Suche nach neuen Blickwinkeln zurück. Wie der Autor selbst andeutet, nimmt er eventuelle Kritik an Ungenauigkeiten hin, legt jedoch den Schwerpunkt auf die Authentizität des Ausdrucks.
Luděk Vystyd (*1962, Uherské Hradiště) wuchs in einem von bildender Kunst und Architektur geprägten Umfeld auf. Seit frühester Kindheit ist er mit Eger verbunden, wohin er mit seiner Familie zog und wo er bis heute lebt. Der tägliche Kontakt mit der Stadt, ihrer Struktur, ihrer Geschichte und ihrer wechselhaften Atmosphäre spiegelt sich grundlegend in seinem Schaffen wider.
Der Künstler bewegt sich beruflich an der Schnittstelle zwischen bildender Kunst, Design und Architektur. Obwohl er kein ausgebildeter Architekt ist, widmet er sich seit langem diesem Beruf, ebenso wie der Auftragsfertigung von Skiern. Seine Lebens- und Berufserfahrungen spiegeln sich in einem breiten Spektrum an künstlerischen Ansätzen wider, die er in seinem Schaffen anwendet.

