Tradition und kultureller Pluralismus im Leben der Mehrheitsgesellschaft, nationaler und ethnischer Minderheiten in der Region Karlsbad
Die turbulente historische Entwicklung, Kriegsereignisse und verschiedene staatliche Maßnahmen führten im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einer erheblichen Neugestaltung der nationalen Landkarte und zu einer bedeutenden Veränderung der ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung in den tschechischen Ländern. Die Stellung der nationalen Minderheiten wurde durch die damaligen Staatsordnungen und herrschenden politischen Regime beeinflusst. Die staatliche Minderheitenpolitik und allgemein die Frage der nationalen Minderheiten spielten in der modernen Geschichte der tschechischen Länder eine bedeutende, in einigen historischen Perioden (zum Beispiel 1938) sogar eine entscheidende Rolle.
Das heutige Karlsbader Gebiet zeichnet sich durch eine vielfältige nationale und multikulturelle Zusammensetzung der Bevölkerung aus. Diese besteht aus Tschechen (einschließlich der Nachkommen der Volhynien-Tschechen), Slowaken (einschließlich ethnischer Gruppen von Slowaken aus Ungarn, Slowaken aus Rumänien und der Karpatenukraine), Deutschen, Ungarn, Ukrainern, Russen, Vietnamesen und Roma. Die Ausstellung stellt die einzelnen ethnischen Gruppen der im Karlsbader Land lebenden Bürger vor.
Die Ausstellung ist das Ergebnis eines regionalen Kooperationsprojekts der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik und des Karlsbader Landes, die in diesem Projekt durch das Institut für Zeitgeschichte der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik und das Museum Karlovy Vary, eine vom Karlsbader Land finanzierte Einrichtung, vertreten sind.

