Kopazim – Jiří Rataj
Jiří Rataj wurde am 22.01.1957 in Pilsen geboren. In den Jahren 1971-1975 absolvierte er in Prag die Kunstgewerbliche Mittelschule, anschließend studierte er Malerei und Restaurierungswissenschaften bei A. Ballardi und R. Ondráček an der Akademie der Bildenden Künste (1976 – 1983). Neben seiner Tätigkeit als Restaurator widmet sich Jiří Rataj auch der pädagogischen Arbeit. Im Jahr 1995 war er an der Gründung der Privaten Kunstgewerblichen Mittelschule in Pilsen (SSUPŠ Zámeček) beteiligt, wo er zudem Restaurierungswissenschaften und Aktzeichnen unterrichtet.
Jiří Rataj nutzt in der Malerei kunstfertige technische Effekte und Finessen, thematisch konzentriert er sich auf imaginativ interpretierte, stilistisch in eine expressive Handschrift übersetzte Figuration, die sich jedoch nicht so sehr dem emotionalen Wert zuwendet, sondern eher den spezifischen dekorativen Qualitäten der expressiven Geste des Malers.
Durch eine ungewöhnliche, fantasievolle Transformation der Realität und Interpretation des Raumes – häufig sind es endlos erscheinende Ebenen, die von Fantasiewesen bewohnt werden, welche verschiedene Möglichkeiten zur freien Interpretation bieten – verschreibt sich Jiří Rataj mit seinem Werk zu einem gewissen Grad dem Surrealismus, der in der Pilsener Kunstszene ansonsten erstaunlicherweise kaum auftaucht.
Die Ausstellung wird von Jaroslav Šindelář eröffnet.

