Im Zeichen der drei Deklarationen
Das Ausstellungsprojekt mit dem Untertitel “Der Adel in den Jahren der Bedrohung des Tschechoslowakischen Staates durch den Nationalsozialismus”, dessen Urheber Dita Jelínková und Zdeněk Hazdra Historiker am Ústav pro studium totalitních režimů (Institut für das Studium totalitärer Regime) sind, beschäftigt sich mit der Haltung und Situation der Adeligen in der Tschechoslowakei im Kontext der Ereignisse des Jahres 1938 in München und der anschließenden Okkupation der tschechischen Länder durch das nationalsozialistische Deutschland.
Das Hauptaugenmerk liegt auf den Vertretern des Adels, die an der Entstehung der Deklaration zur Unterstützung des tschechischen Staates und Volkes beteiligt waren. Auch Fragen zur Kollaboration des Adels einerseits und der adeligen Mitwirkung im Widerstand gegen die Nationalsozialisten andererseits sowie damit zusammenhängende Strafmaßnahmen gegen die jeweilige andere Seite werden nicht außer Acht gelassen.
Zur Ausstellung gehört auch ein audiovisueller Teil, der aus einem etwa halbstündigen Dokumentarfilm besteht, der in Zusammenarbeit mit dem Institut für das Studium totalitärer Regime und dem Verein “Post Bellum” entstanden ist. Die Besucher erhalten durch den Film die Möglichkeit, den Erzählungen der Nachkommen von Protagonisten der am Ende der 30er Jahre entstanden Deklarationen (Theobald Czernin, Jaroslav Lobkowicz, František Kinský und Karel Schwarzenberg) zu lauschen und mehr über die Schicksale ihrer Familien während des bewegten 20. Jahrhunderts zu erfahren.

