Hrabal und der Mann am Fenster
Theaterstück von Bernhard Setzwein in einer Aufführung von „theaterburg“ Burghausen Regie: Marc Bouvet
Eine Datschen-Kolonie außerhalb von Prag: Hier lebt der große alte Mann der tschechischen Literatur, Bohumil Hrabal. Obwohl vordergründig nie politisch, jedoch radikal subjektiv und anarchistisch war er den kommunistischen Parteikadern immer ein Dorn im Auge. Aber sind die älteren Herren überhaupt noch an der Macht? Und lebt Hrabal überhaupt noch? Sein persönlicher Spitzel Dutky jedenfalls, der in seinem Gartenschuppen eine Art Horch- und Spähposten errichtet hat, hat ihn schon lange nicht mehr gesehen. Und die Berichte an die Geheimpolizei bleiben auch unbeantwortet. Bis schließlich eine junge Frau auftaucht und Dutky eine fatale Wahrheit mitteilt.
Bernhard Setzweins Stück ist eine fein-ironische Parabel auf große Zeitenumbrüche, auf das Zusammenstürzen alter Ordnungen. Es ist aber auch eine Hommage an den unvergleichlichen Autor Bohumil Hrabal und die von ihm immer verteidigte subversive Macht der Poesie.
Veranstaltungsort: Hotel am Regenbogen (Kolpinghaus)

