Zdena Kolečková / Metaphysik des Verlusts
In der retrospektiven Ausstellung mit dem Titel “Metaphysik des Verlusts” bewegt sich die Autorin im Grenzbereich zwischen einer künstlerischen Beichte, die ihr Leben im Laufe von mehr als zwei Jahrzehnten auf intime Weise dokumentiert, und einer Geländestudie des geografischen und soziokulturellen Gebietes, das einst Sudetenland genannt wurde.
Die narrative Linie wird durch die präsentierten Werke, welche von objektiveren Glossen und subjektiveren, selbstbeobachtenden Analysen mitgestaltet werden, skizziert und reflektiert die Erlebnisse und vergessenen Erinnerungen eines Kindes, das in der rauen Atmosphäre des nordböhmischen Grenzlandes aufwuchs, die Eindrücke eines jungen Menschen, der die Hoffnungen, die der gesellschaftliche Wandel nach 1989 mit sich brachte, euphorisch aufnahm, und die Empfindungen einer reifen Frau, die auf die vergangene Zeit zurückblickt und die aktuellen politischen Entwicklungen mit Sorge und Unruhe verfolgt.

