Gala-Abend “Jazz ohne Grenzen 2016”: Kryštov Marek Orchestra (CZ), Sarah McKenzie Quartet (AUS)
Der erste Teil des Gala-Abends des Festivals “Jazz ohne Grenzen 2016” gehört einer Komposition für Orchester des bekannten tschechischen Dirigenten und Komponisten Kryštof Marek. Die Jazz-Symphonie besteht aus fünf miteinander verbundenen Teilen: Mayarei, Angel I.C.A., Little Forrest Stream, Peacefull Hands und Blues of the Day.
„Sarah Mc Kenzie ist ein musikalisches Wunder. Beim Singen phrasiert sie, wie es nur ein echter Jazzmusiker vermag. Und mit ihren Piano-“Grooves” motiviert sie die Menschen dazu, Jazz zu spielen. Lassen Sie sich ihren Live-Auftritt nicht entgehen!”. Diese lobenden Worte ließ der berühmteste australische Jazzmusiker James Morrison, der übrigens selbst bereits beim Festival “Jazz ohne Grenzen” in Pilsen aufgetreten ist, über seine Landsmännin verlauten.
Der steile Aufstieg der singenden Pianistin aus Melbourne ist wirklich bemerkenswert. Nach Abschluss ihres Studiums der Komposition an der Western Australian Academy of Performing Arts erhielt sie im Jahr 2008 von der Perth Jazz Society den Preis für die “Außergewöhnlichste Band des Jahres”, sie erhielt mehrere Stipendien für das Studium von Gesangs- und Instrumentalfächern, trat auf bedeutenden australischen Festivals auf und sang auf der Tournee des kanadischen Sängers und Grammy-Preisträgers Michael Bublé die Begleitstimme. Im Jahr 2010 nahm sie ihre erste CD “Don’t Tempt Me” auf, die im Folgejahr veröffentlicht wurde. Ihr zweites Projekt “Close Your Eyes”, an dem die musikalischen Größen Irving Berlin, Duke Ellington und Johnny Mercer mitwirkten, gewann als bestes Jazz-Album des Jahres 2012 den ARIA Award (australisches Pendant des Grammy). Im selben Jahr wurde ihr ein Vollstipendium am Berklee College of Music gewährt und nachdem sie dort im Jahr 2014 ihr Diplom erhalten hatte, tauchte sie immer häufiger bei Clubkonzerten und auf Festivalpodien z. B. in Boston, Umbria oder Monterey auf. Von hier aus stand ihr dann auch der Weg nach oben bis in die Royal Albert Hall offen, wo sie im ersten Teil eines Konzerts von Charles Aznavour auftrat. Ihre im September letzten Jahres erschienene CD “We Could Be Lovers” gewann den Bell Award als bestes australisches Vokalalbum.
Das Pilsener Publikum kann sich auf ein Livekonzert mit Stücken dieser CD freuen, auf der Sarah McKenzie Standards sowie drei eigene Songs kombinierte. Die blonde Australierin, deren graziler Klavierstil und deren gesangliche Eleganz an Diana Krall erinnern, ist keine Nachahmerin ihrer kanadischen Kollegin, sondern eine respektierte, eigenständige Künstlerin.
Veranstaltungsort: Großes Theater Pilsen

