Ein Heller, ein Gulden – Karl IV verleiht Neustadt a.d. Aisch das Münzrecht
Die langfristigen Auswirkungen der Verleihung des Münzrechts durch Karl IV. auf die Region sowie Art und Herstellung alter Münzen illustriert die Sonderausstellung in den Museen im Alten Schloss.
Die Sonderausstellung ist Teil des Begleitprogramms der Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung Karl IV. 2016 / 2017 in Prag und Nürnberg.
Die jahrhundertealte Kulturgeschichte des Aischgrundes ist ebenso wechselvoll wie vielgestaltig. Eine Besonderheit stellt die Verleihung des Münzrechts am St. Georgstag des Jahres 1372 an die Burggafen zu Nürnberg dar. Das Recht, fortan kleine Gulden aus Gold prägen zu dürfen, gründete auf dem Dekret „mit allen Rechten und Freiheiten, Nutz und Ehren als die anderen Fürsten und Herren, geistliche und weltliche innehalten“.
Die Sonderausstellung in den Museen im Alten Schloss in Neustadt a.d. Aisch bietet einen Überblick über Heller, Batzen, Pfennige & Co. und zeigt auch deren Herstellung. Außerdem skizziert sie die Tragweite dieses Rechts für die zollerschen Markgrafen sowie die langfristigen Auswirkungen auf die Region in den folgenden Jahrhunderten. So bildete das Münzrecht die Grundlage für die Bemühungen des Markgrafen Albrecht Achilles zu Brandenburg durch ein einheitliches Münzsystem den Handel zu vereinfachen – eine Idee, die heute mit der Europäischen Währungsunion so aktuell ist wie damals.

