Unten drunter geblickt auf Wäsche und Strümpfe …
Unter dem Motto “Die Oberpfalz packt aus – Tracht im Blick” öffnen acht Museen in der Oberpfalz ihre historischen Kleiderschränke, um die landläufige Vorstellung von der Tracht neu zu definieren.
Zünftige Lederhosen, Billig- oder Couture-Dirndl – die Trachtenmode boomt, vor allem auch bei jungen Dultbesuchern. Dahinter steht der starke Wunsch unserer mobilen Gesellschaft nach Identität. Aber das Phänomen ist keineswegs neu: Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts mauserte sich das Dirndl vom Arbeitskittel der Magd zum Kleid für die Sommerfrische, das von Damen der Oberschicht getragen wurde.
Das Dirndl wurde salonfähig und die Lederhose von den bayerischen Königen geadelt. Das bayerische Staatsgebilde entstand – und so keimte auch das Konzept eines nationalen Kostüms als neu entworfenes Kunstgebilde.Das Stadtmuseum Schwandorf blickt auf Wäsche und Strümpfe. Gerade diese sind nämlich oft in erstaunlicher Vielzahl und Variation erhalten geblieben und erlauben uns einen Einblick in die Wäschekultur unserer Altvorderen.



