Zbyněk Sekal und Die Dinge fließen langsam vor sich hin
Der Bildhauer Zbyněk Sekal gehört zur Künstlerbewegung der modernistischen Generation der sechziger Jahre, die sich seit Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelt hatte. In jungen Jahren kam er mit dem Surrealismus in Berührung, so ganz identifizierte er sich aber mit keiner Strömung, in seinen Tendenzen mit keiner Gruppe und ist klarer Einzelgänger geblieben. Allerdings reihte er sich bald ein unter die interessantesten tschechischen Künstler der fünfziger und sechziger Jahre. Seit 1970 lebte er in Wien, wo sein Schaffen eine weitere bemerkenswerte Entwicklung nahm.
Die Ausstellung in der Aleš-Südböhmischen Galerie zeigt Schlüsselwerke aller Bereiche aus dem Schaffen des Künstlers – von Skulpturen und Bildern über spezifische Assemblagen (sog. Zusammengesetzte Bilder), Objektkonstruktionen (sog. Schreine) bis hin zu Zeichnungen, Collagen und Fotografien. Gleichzeitig wird auch an Sekals bedeutenden Platz als Buchgraphiker erinnert. Neben seltenen Arbeiten aus tschechischen und österreichischen Privatsammlungen werden auch einige Arbeiten des Künstler überhaupt zum ersten Mal ausgestellt und ermöglichen es, einen Einblick zu gewinnen in die unermesslich reiche und gleichzeitig schwer zu fassende Bandbreite von Sekals Schaffen.
Die Vernissage der Ausstellung findet am 12.03.2016 um 15 Uhr in der Schossreitschule der Aleš-Südböhmischen Galerie Hluboká nad Vltavou statt.
Einführung:
Aleš Seifert, Galeriedirektor
Marie Klimešová, Kuratorin der Ausstellung

