Japanfest 2015: Kyoto Symphony Orchestra
Veranstaltungsort: Städtisches Bürgerhaus Měšťanská Beseda Pilsen
Das Kyoto Symphonie-Orchester ist das viertälteste Symphonie-Orchester in Japan – gegründet haben es schon im Jahre 1956 VertreterInnen der Stadt Kyoto. Anfänglich bestand es nur aus vierzig MusikerInnen, die sich auf Interpretationen des musikalischen Nachlasses von W. A. Mozart spezialisierten. Unter dem dritten Chefdirigenten Tadashi Mori hat sich das Orchester mehr als verdoppelt und bekanntee und weniger bekannte Werke der modernen klassischen Musik in sein Repertoire aufgenommen, vor allem von japanischen KomponistInnen, die sich von der Atmosphäre und Geschichte des altertümlichen Kyoto inspiriert hatten.
Für die originelle Vorführung dieser Kompositionen erhielt das Ensemble den prestigeträchtigen japanischen Musikpreis The Japan Record Academy. Das Orchester kann sich außerdem der Teilnahme an zahlreichen europäischen Festivals rühmen – erstmals trat es im Jahr 1989 in Frankreich auf, später begab es sich auf große Europa-Tourneen, während derer sich das Orchester auf Konzerten in Griechenland, Österreich, Polen und Kroatien präsentierte. Im Zusammenhang mit der Knüpfung der Städtepartnerschaft zwischen Kyoto und Prag gastierte das Orchester im Mai 1997 zum ersten Mal in der Tschechischen Republik und trat auf dem Festival Pražské jaro (Prager Frühling) auf.
Neben regelmäßigen Aufnahmen für japanische Musikverlage hat das Orchester auch einige CDs für das berühmte deutsche Label Arte Nova mit Interpretationen der Werke von Sibelius, Smetana, Bartók und Mahler aufgenommen. Das Kyoto Symphonie-Orchester gibt im Jahr etwa einhundert Konzerte inklusive der Abonnementskonzerte, Konzertserien für Kinder und verschiedenen charitativen Aktionen.
Programm:
Junichi Hirokami – Dirigent
Fumiaki Miura – Geige
- T. Takemitsu: Drei Filmmotive für Streichorchester
- S. Prokofjev: Konzert für Geige und Orchester Nr. 2 g-Moll
- R. Strauss: Sinfonische Dichtung “Till Eulenspiegels lustige Streiche”, op. 28
- R. Strauss: Suite “Der Rosenkavalier”, op. 59


